JUSTIZ RHETORIK UND IHRE PRIMITIVEN ABWEHRMECHANISMEN.


 

Prof. Dr. Sommer: „Denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Der Irrtum eines Managers kostet Geld. Der eines Straf- / Familienrichters zerstört Leben und der Jurist erkennt „seine Fehler“ nicht einmal. Der Straf- Familienprozess scheitert, wenn Juristen psychologische Selbstverständlichkeiten ignorieren. Glaubwürdigkeit: „Man hat einen Aussagepsychologen einzuschalten.“ Dipl. Psych. Dr. phil. Rudolf Sponsel. Sachverständiger für Forensische Psychologie. Aussagepsychologe. Zusammenfassung: „der absolute Fehler fehlender Sachkunde im Recht. Sach- oder Fachkunde sind so elementar, dass sie manchmal stillschweigend vorausgesetzt und gar nicht besonders erwähnt werden. Bei genauer Betrachtung gibt es zwei Aspekte: den allgemeinen absoluten und den – einzelfallbezogenen – speziellen absoluten Fehler. Der allgemeine absolute Fehler ist den meisten JuristInnen, ForensikerInnen und NormalbürgerInnen unmittelbar einleuchtend. Der spezielle Aspekt wird gewöhnlich aber nicht gesehen.

Man kann im Allgemeinen fachkundig sein und trotzdem im Einzelfall wenig beitragen können, weil es z.B. an notwendigen Informationen und Daten fehlt. Wer ohne ausreichende Datenbasis (zu Sachverhalten), sich soz. für eine Sache einsetzt, begibt sich in eine selbstwidersprüchliche und paranormale Position: er behauptet zu wissen, obwohl er ja ohne ausreichende Datenbasis gar nichts wissen kann. Implizit behauptet so ein „Sachverhaltsexperte“ daher, dass er über okkulte Erkenntnisquellen oder -methoden verfügt. Dieses Problem konnte ich nach über 600 Stunden Analyse inzwischen durch die Konzeption des Meinungsachtens klären. Das hat aber mit echter Sach- und Fachkunde nichts zu tun, sondern muss selbst als ernste „geistige Verirrung“ angesehen werden.

Meinungsachten sind beliebt und extrem verbreitet. Hier ist nämlich keine wissenschaftliche Arbeit erforderlich, sondern die Aufgabe besteht einzig und allein darin, zu meinen. Das kann mit oder sogar ohne Sachverhaltsbezug der Fall sein. Das ist sehr einfach und elegant. Denn dazu muss man nicht einmal die Realität überprüfen, man muss sich auch nicht anstrengen, man muss noch nicht einmal besonders nachdenken, man muss nicht begründen, argumentieren, her- oder ableiten oder gar beweisen, nein, es ist ganz wunderbar einfach: man meint, nichts weiter. Der vermeintliche Sachverhalt besteht aus einer bloßen Meinung oder Ansammlung von Meinungen. Das kommt den RichterInnen sehr entgegen, denn ihr Hauptgeschäft ist ebenfalls das Meinen. Es ist ganz einfach: Wenn man nichts weiß, kann man nichts sagen und erst recht nicht urteilen.“

EX-Justizminister Bausback. Aus dem „Beate Merk-Fall“ nichts dazu gelernt. Der Mollath Fall: „Der Klassiker schizophrener Projektionen.“

JUSTIZ RHETORIK UND IHRE PRIMITIVEN ABWEHRMECHANISMEN.

Familien-Experte Peter Thiel:

„Die Gerichtsbarkeit ist sich der Übertragungsphänomene durchaus bewusst und räumt daher die Möglichkeit der Ablehnung eines Richters oder Gutachters wegen Befangenheit ein. Um eine Befangenheit des Richters sichtbar zu machen müsste man wenigstens Videoaufzeichnungen von den Gerichtsterminen anfertigen, die man hinterher von einem Kommunikations-fachmann analysieren und auswerten lassen könnte. Berufstypisches Agieren wie z.B. Inhalte verbreiteter Rechtssprechung können auf psychische Abwehrmechanismen zurückgehen die im psychologischen Sinn „behandlungsbedürftig“ sind. Unter Abwehrmechanismen versteht die Psychologie „psychische Verteidigungsmethoden mit dem Ziel, Konflikten auszuweichen und durch Entstellung des realen Sachverhaltes ein subjektiv erstrebtes Resultat zu erreichen.” 

Projektion: Bei Entscheidungen werden eigene Motive und Wertungen nach aussen verlagert und als Motive und Wertungen anderer behandelt. Gelegenheit dazu bieten alle deskriptiv maskierten Wertungen (Adäquanzurteil, Ermittlung, usw.) Die beschreibend gefasste Prämisse wird genutzt, um Werturteile zu „deduzieren“ oder Wertungen, die ein Richter gemäss eigener Präferenz kurzerhand unterstellt.

Identifikation. Übernahme der Wertungen, Motive und Beurteilungen anderer, um eigener Unsicherheit entgegenzuwirken, Der Entscheider biegt Präjudizien oder „Theorien“ zurecht, um mit ihnen eine Wertung zu rechtfertigen, das heisst Verantwortung dorthin abzuladen, obwohl er eine Begründungslücke mit eigenen Argumenten zu schliessen hätte. Auch den Autoritätsbeweis kann man psychologisch so erklären: „nichts wird hinterfragt – man identifiziert sich mit anderen – ohne eigene Realitätsprüfung des Sachverhaltes.«

Verdrängung: Unerwünschte Realität bleibt unbeachtet oder wird durch Unterstellungen ersetzt – ein Weg um lästige Beweisaufnahmen abzuwenden. Oder die „freie Beweiswürdigung“ wird zu einer zirkelhaften Arbeitserleichterung genutzt. Ein Richter befolgt die alltagstheoretische „Beweisregel“ wonach einem Zeugen zu glauben ist, wenn nicht ganz gewichtige Anhaltspunkte gegen die Glaubwürdigkeit sprechen, nach denen aber nicht geforscht wird.

Regression. Zurückweichen auf einen früheren Standpunkt, um aktuellen Herausforderungen z.B. neuen Fakten auszuweichen.

Ungeschehenmachen. Der Versuch, Folgen eigenen Fehlverhaltens herunterzuspielen, um keine Schuldgefühle aufkommen zu lassen. Auch dieser Mechanismus kann sich zum Rechtssprechungsinhalt manifestieren. Beispiel: Ein Gericht / Gutachter gibt falsche Hinweise / Ermittlungen, der Anwalt vertraut darauf und wird prompt von der Rechtssprechung für die Folgen haftbar gemacht: er hätte auf dergleichen nicht blind vertrauen dürfen. So heilt ein Gericht das andere.

Rationalisierung. Der Rechtsanwender baut schwer nachvollziehbare Konstruktionen auf bzw. kausale Ungereimtheiten, um zweifelhaften oder subjektiven Wertungen den Anschein des vernünftigen zu geben. Dürfte bei Juristen jeden Berufszweigs verbreitet sein.

Widerstand. Die Weigerung Fehler anzuerkennen. Ein Mensch mit gestörtem Verhältnis zu den eigenen Fehlern verträgt keine Kritik. Und er nutzt seine Macht, zumal wenn Missbrauch nicht sanktioniert ist – als Richter, auch dazu, rechtliches Gehör zu verweigern.

SADISMUS IN REINKULTUR.

Seminare für Mitarbeiter von Jugendämtern, Familien- und Frauenzentren, Familiengerichten, Verfahrenspflegern und involvierten Anwälten.

Identifikation mit dem Aggressor. Manuela Rösel. Borderline Expertin. Bestsellerautorin: „Familienexperten, Juristen und ihre Identifikation mit dem Aggressor.“ Störung der sozialen Interaktion und Kognition als Kernmerkmale der Borderline Persönlichkeitsstörung. Eine Weiterbildung, die sich mit den Facetten der Borderline-Persönlichkeitsstörung auseinandersetzt. Darin eingebunden ist sowohl die Identifikation typischer spaltenden Verhaltensmechanismen, als auch die Konsequenzen. Neben dem Phänomen der kollektiven Coabhängigkeit (gemeinsam sind wir blöder) setzt sich die Weiterbildung auch mit systemischen Komponenten, typischen Inszenierungsabläufen und „Fehlentscheidungen“ in Familienangelegenheiten auseinander. Neben der Auseinandersetzung mit spezifisch, spaltenden Verhaltensmerkmalen erfolgt, auf der Basis der Transaktionsanalyse – Eric Berne – eine tief gehende Betrachtung der Interaktion mit Betroffenen.

Rösel: „Dabei steht der Selbsthilfemechanismus des Externalisierens (Inszenieren von Dramen) sowie die damit verbundene Hochkonflikthaftigkeit im Mittelpunkt der Arbeit. Das „kognitive“ Grundmuster des Borderline-Themas ist die vorwiegende Anwendung der Spaltung und Projektion als „klinische relevanter“ Abwehrmechanismus. Dies setzt jedoch voraus, dass die eingebundenen Helfer wie auch Richter, Verfahrenspfleger, sowohl das Störungsbild Borderline verstehen, als auch die damit verbundenen Spaltungsmechanismen und das daraus resultierende Interaktionsverhalten der Beteiligten. Pervertierung des Denkens als Manifestation der BPS. Rösel: „Die Analyse der Abwehrmechanismen bildet die Grundlage des „Nachweises“ für die Borderlinestörung. Die Pervertierung des Denkens (Strate: geistige Unterpräsenz) ist Manifestation der Störung.

RA Strate: „Das Erkennen und Bewerten solcher geistiger Irrtümer ist dem Gericht nicht nur möglich, sondern es fällt sogar in seine originäre Kompetenz.“

Rösel: „Bei fast 100 % aller Patienten finden sich paranoides Denken. Dabei handelt es sich um eine falsche Beurteilung der Realität, die oft nicht korrigierbar ist. Auch durch Beweise und Fakten lassen sich Betroffene nicht beeindrucken. Der Gesetzgeber hat aber für diese Art von Störung keine klaren Vorstellungen. Da nützt keine Erfahrung, keine Menschenkenntnis – ein Borderliner wirft alles über den Haufen, sich selbst eingeschlossen. Sein Wahn lässt sich durch Fakten nicht korrigieren. Es findet Informationsverweigerung statt. Borderliner haben zudem ein Informationsverarbeitungsproblem!

Neutrale Informationen werden im „limbischen System“ verarbeitet, nicht im präfrontalen Kortex: „emotionale Informationsverarbeitung – man glaubt, was man denkt!“ Emotionales Schlussfolgern ist eine Form von kognitiver Verzerrung. Manuela Rösel: „Unabdingbar die Auseinandersetzung mit dem eventuellen, eigenen Helfersyndrom, welches gerade in helfenden Berufen weit verbreitet ist. Da sich Personen mit einem Helfersyndrom über das Helfen definieren, fehlt ihnen oft die nötige Distanz zum/r Betroffenen. Sie zeigen sich anfällig für eine Identifikation mit diesem/r (Identifikation mit dem Aggressor) und sind in der Konsequenz leicht zu manipulieren und positionieren: „wie kleine Kinder!“

Sobald Helfer sich hier in Beziehungen verstricken, stehen ausschließlich die Borderline-Persönlichkeit und deren Interessen im Mittelpunkt. Für die Beteiligten hat dies tragische Konsequenzen! In der Begleitung meiner Klienten, als auch in meiner Arbeit als Dozentin und Supervisorin begegne ich nun überwiegend Helfern, deren Wissen zur Borderline-Störung ausschließlich auf den diagnostischen Merkmalen basiert. Ihnen fehlt in der Regel grundlegendes Wissen zum Hintergrund der Störung, zu den Konsequenzen und zur Rolle, die der Helfer selbst in der Konfrontation einnimmt. Ohne die Fähigkeit, differenziert und sachverständig in der Metaposition zu verbleiben, ist tatsächliche Hilfe nicht möglich!“

DAS PHÄNOMEN DER KOLLEKTIVEN COABHÄNGIGKEIT.

Ursachen und Konsequenzen. Das Helfersyndrom und dessen Destruktivität. Selbstschutz im Umgang mit Betroffenen oder dem System !!! In „dichtomen Systemen“ weisen „allesamt“ die gleichen primitiven Abwehrmechanismen auf: „Spaltung und Projektion.“ Leichsenring bezeichnet dies als schizophren. Insoweit haben sich Kernbergs Analysen bestätigt (Borderline Gott und meistzitierter Psychoanalytiker der Welt), dass Spaltung mit klinisch relevanten Projektionen immer einhergeht. Dieses „paranoide Phänomen – Täter- Opfer Umkehr“ zu erkennen setzt voraus, dass eingebundenen Helfer, wie auch Rechtsanwälte / Richter sowohl das Störungsbild Borderline verstehen, als auch die damit verbundenen Spaltungsmechanismen und das daraus resultierende Interaktionsverhalten.

HABEN SIE EINEN BORDERLINER IN DER FAMILIE?

Manuela Rösel. „Haben Sie einen Borderliner in der Familie in Ihrem näheren Umfeld? Ja? Es ist ein Elend, das ertragen zu müssen. Stimmt. Bemühen Sie sich nicht. Überlassen Sie es richtigen Borderline-Fachleuten. Sie können nichts dafür. Wissen Sie nicht mehr, wie Sie deren Lügen schultern sollen? Wissen Sie nicht mehr, wie Sie damit umgehen sollen? Sind es denn überhaupt Lügen? Ist derjenige Borderliner sich dessen überhaupt bewusst? Oder ist er nur unendlich krank und projiziert ständig seine eigenen Anteile auf andere. Was ist das denn überhaupt diese Projektion, von der gesprochen wird? Projektion bedeutet, eigene Anteile an sich nicht zu sehen sondern sie auf den anderen zu transferieren und dort zu bekämpfen.

KOMPLETT-VERNICHTUNG.

Rösel: „Beim Borderliner (BPS) ist bekämpfen gleichzusetzen mit Vernichtung (nur: er erkennt es nicht). Der Borderliner projiziert “seine” Schuld auf den anderen. Um dies tun zu können muß er sich mit dem “anderen” identifizieren, was wiederum über die projektive Identifizierung läuft. Erst jetzt kann er “seine” Anteile beim anderen bekämpfen. Bekämpfen heißt aber bei ihm vernichten. Sie lesen richtig:

ER VERNICHTET SEIN GEGENÜBER. ER TÖTET, ER VERNICHTET. ER VERNICHTET SOMIT “SEINE” SCHLECHTEN ANTEILE IN SICH, DOCH VERNICHTET ER DAMIT DEN ANDEREN. EINFACH AUSGEDRÜCKT VERNICHTET ER ANTEILE DIE ER DEM ANDEREN ZUSCHREIBT ABER NUR BEI IHM VORHANDEN SIND. DA DIES NICHT FUNKTIONIEREN KANN, DER ANDERE JA DIE ANTEILE NICHT HAT, SONDERN NUR IMAGINÄR, WIRD DER ANDERE VERNICHTET.

EMOTIONALE GESPRÄCHSDEPPEN.

Wenn in einem Vorstand oder einer Geschäftsführung um wichtige Entscheidungen gerungen wird, dann geht es dort schon manchmal so zur Sache, dass es zarter besaiteten Gemütern „Angst und Bange“ werden würde.

Empathie setzt nicht nur die technische Beherrschung des Handwerkszeugs voraus, sondern vor allem sich wenigstens für ein paar Minuten voll auf die Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse des Gesprächspartners zu konzentrieren – was zugleich bedeutet, die eigenen zurückzustellen. Die erste Stufe besteht schlicht darin, dass man dem Gesprächspartner mit voller Aufmerksamkeit zuhört und dies auch durch Körperhaltung, Mimik und Ausdruckssignale deutlich (!) zu erkennen gibt.

Die vierte Stufe trägt in der Gesprächstherapie die etwas sperrige Bezeichnung „Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte“. So ist die Aussage: „Es ist eine riesige Unverschämtheit, dass …“ keine Aussage (!) über die Fakten (!) sondern eine Aussage über Gefühle. Andere Menschen reden vordergründig ganz nüchtern und sachlich über Fakten und über die Konsequenzen, die nach ihrer Meinung aus diesen Fakten abzuleiten sind – und bemerken ebenfalls nicht, dass sie in Wirklichkeit gar nicht über Fakten (!) reden, sondern über ihre Gedanken und Gefühle zu diesen Fakten.

Was insofern ein elementarer Unterschied ist, als auch ihre Konsequenzen dann keine (!) Reaktion auf die nüchternen Fakten sind, sondern eine Reaktion auf Gefühle. Deutungen und Interpretationen sind an dieser Stelle nutzlose „Psycho-Spielchen“; sie bringen nichts außer dem Risiko, das Gespräch in eine Sackgasse zu führen. Der erfahrene Konfliktmanager Rosenberg geht noch einen Schritt weiter und behauptet, dass die allermeisten Konflikte binnen 20 Minuten lösbar sind.

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